Steven Krogmann

Kunst,
die direkt aus der Seele entspringt und autobiographische Akzente in sich trägt.

Und

Die Wege verdunkeln sich und ich taste mich blind durch eine Welt voller Gefahren. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als die körperliche Nähe der Frau, der mein Herz gehört. In ihrer Nähe ist meine Seele daheim. Wir sehen uns nicht oft, denn sie hat ebenfalls ihre Probleme und ihr eigenes Leben. Ich versuche nicht egoistisch zu sein um ihr keine Zwängen aufzuerlegen. Dich es ist schwer, wenn das Herz von der Sehnsucht gepeischt wird.
Ich leide und verstecke mich in der Kunst. Ich sehe nur noch meine Unzulänglichkeiten und ziehe mich selbst in die Tiefe.
Wieder dieser Wunsch, sich aufzulösen, um im nichts zu vergehen. Ich denke an all das Leid, an Tieren und an Menschen. All dieses unnötige, dass auf Profitgier und Gleichgültigkeit geschiet. Ich verzweifle an meinen Gedanken und an diesen Bildern die ich vor meinem inneren Auge erblicke.
Ich sinke auf meine Knie und wünsche mich nie wieder auf zu richten.
Ich lenke meine Gedanken auf die bewusste Wahrnehmung und versuche die Welt zu erleben. Und ich lebe.

Die reale Welt vereinnahmt mich immer mehr und bisher komme ich damit besser zu recht, als ich zuvor dachte. Zwar zeige ich immer noch ungewöhnliche Reaktionen, wie zum Beispiel Schweißausbrüche , Nervosität und Herzrasen, aber bei weitem nicht so schlimm wie ich annahm.
Dennoch fühlt es sich immer noch befremdlich an, als sei ich ein Ausserirdischer,  der einfach nicht in diese Welt gehört.  Ich versuche mich auf die positiven Dinge meines Lebens zu stützen,  die wären,  meine Kunst, meine Freundin, mein Hund, meine Freunde, meine Bekanntschaften,  die Fotografie,  das Videodrehen, die Natur, meine Familie und die schönen Augenblicke,  die einen manchmal aus der trüben Dunkelheit holen. Es gibt viele Dinge für die es sich zu Leben lohnt und versuche das Glück zu ergreifen.
Ich erlaube mir selbst jede Stimmungslage die über mich kommt und nehme es an, ohne mich zu verurteilen. Die Sonne erstrahlt mein Herz und die Kunst fließt mir aus den Poren.

Frieden

Der Seelenfrieden ruft nach mir und ich kann es wahrnehmen wie ein sanfter Luftzug an meinen Ohren.  Es ist so nah, als wäre ich bereits zu Hause. Es fühlt sich so unendlich friedlich an. Die Uhren sind allesamt von den Wänden gefallen. Unerahnte Kräfte durchströmen meinen Körper.  Und ich sehe unbeschrittende Wege, die sich wie eine schwache Leuchtspur vor meinen Augen in die Ferne erstrecken.
Die Tränen sind getrocknet und sie blättern nun ab wie der Putz an einem alten Haus. Mein Magen rumort und die Freiheit wird mir durch die kalte Klarheit bewusst. Ich nehme die meine eigene Wirklichkeit an und ein sanftes Lächeln ziert nein alterndes Gesicht, während ich in die wärmende Sonne schaue. Keine Gedanken, keine Verurteilung. Ich bin so angerührt in den tiefen meiner Seele, dass mich die Tränen überraschen. Wie könnte das Leben schöner, als in jenen Momenten, in denen man den Augenblick erlebt?

Seele

Wo ist die Menschlichkeit?  Wo ist das alles, weshalb ich leben wollte.  Es ist als hole sich der Hunger alle Seelenkraft.
Ich ergebe mich als sei keinerlei Verlangen in mir. Ein müdes Lächeln ziert die versteinerten Gesichter. Sie wirken seelenlos, doch sie nicht. Sie erfüllt von Schmerz und Wehklagen. Die Erfüllung hat sich davon geschlichen.  Ich spüre das tiefe verlangen mich wieder zurück zu ziehen. Mich isolieren und in meiner Gruft verlieren. Ich möchte mir ein Grab schaufeln und mich im tiefsten hineinzulegen.  Ich mag es nicht sagen,  ich verstehe es selbst kaum.
Sehe ich doch mein Leben verstreichen,  die Wege sind zu gewuchert und ich kämpfe mich orientierungslos durch die dichten Wälder meiner Seele.

Jammertal

Es ist mir immer wieder ein unfassbarer Zustand, wenn ich mit Menschen in Kontakt trette. So manche eine Person legt eine unendliche Arroganz an den Tag und schwelgt in Selbstgerechtigkeit. Wenn ich auf etwas gar nicht klar komme, dann ist es die Intoleranz solcher Menschen. 
Ich reagiere mit Wut, wenn man mur vorschreiben möchte,  was ich zu sagen hätte und wie ich zu denken hätte.  Ich versuche so gut es geht meinen Geist offen zu halten und was nich wichtiger ist, ich bin stets bereit meine Meinungen zu überdenken und dazu zu lernen.  Es ist keineswegs eine Charakterschwäche, viel mehr zeugt es von Weisheit,  wenn jemand stets bereit ist dazu zu lernen. 

Meine Adern pochen,  als sei ich einen Sprint gelaufen.  Ich sehe nur noch mein eigenes Versagen,  alles was gut und liebenswert ist, ist mir unerreichbar. Wie komme aus meinem eigenen Grab?
Da vergetiere ich, erjammere mir Aufmerksamkeit und träume einen Traum, der wohl nie in Erfüllung geht. Mein eigenes Spiegelbild ist für mich wieder unerträglich. 

Robin Williams

Zunächst möchte dazu erwähnen, dass ich ihn als Schauspieler wirklich gemocht habe und das ich es traurig finde, dass er nun von uns gegangen ist. Möge er in frieden ruhen.

Aber mal wieder zur Gesellschaft und den ach so tollen Medien…
Jedes mal, wenn eine Berühmtheit durch den Freitod auf Grund von Depressionen von uns geht, wird größtes Verständnis und Mitgefühl gezeigt. Ist es doch der unbedeutende Jedermann, der an Depressionen leidet und sich eventuell für den Freitod entscheidet, sind die Meinungen plötzlich ganz andere, als jene wie bei einer Berühmtheit.
Plötzlich ist der Selbstmord egoistisch ubd man spuckt dem, der an starken Depressionen litt hinter her. Leidet der Kleinbürger an Depression, erklingen meist Urteile wie, der ist nur faul, der will es gar nicht anders, der soll sich nicht so anstellen, mensch reiß dich mal zusammen und so weiter… die Urteile sind gnadenlos und endlos.
Es war schon bei dem lieben Robert so, wie es nun bei Robin Williams ist. Das gute daran ist, dass Depressionen als Thema ins Gedächtnis der Leute zuruck kommt. Zu wünschen wäre nur, dass nicht stets mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird.

Bleistift auf Papier. 
Selbstporträt

Bleistift auf Papier.
Selbstporträt

Acryl auf Acrylpapier
30/40cm

Acryl auf Acrylpapier
30/40cm

Niedergeschlagen

Es ist dreckig in meinen Vorstellungen und ich spüre wie aufgefressen werde, von meinem eigenen Atem. Die tiefe steigt auf und ich zeige mich in aller Verletzlichkeit.

Die sanften Formen spiegeln mehr als ein Mensch in einem Leben erfahren kann. Wie und ob es wirkt liegt jedoch stets beim Betrachter. In diesem Sinne ist der Betracher der Herr über alles sein, denn erst durch die Wahrnehmung beginnt die Kunst zu leben. Ein gutes Kunstwerk, kann das Leben eines Menschen für immer beeinflussen und ewig in der Seele nachklingen. Das Leben selbst wird zur Kunst, wenn man sich seinen unbegreifbaren Bedürfnissen nachgibt und bereit ist sich allen moralischen Konflikten zu stellen.

Aller Frieden wurde brutal niedergeschlagen und liegt nun leblos in den Pfützen seines eigenen Urin’s.
Jeder Versuch diese Sprachlosigkeit abzuwenden, wurde im keim erstickt. Nun sehe ich auf einen vernarbten Körper und begreife um so mehr, wie wichtig es ist im hier und jetzt zu leben und seinen Traum zu folgen.

Strange

Strange